Leider lassen sich kaum allgemeine Regeln aufstellen, wie man sich gegenüber dem Jugendamt verhält, wo SM eine Rolle spielen könnte.
Es kommt zu sehr auf den Einzelfall an.

Dieser Text zweier Zirkel aus der Sklavenzentrale, ein Leitfaden für den Umgang mit dem Jugendamt, in dessen zweitem Teil sich etliche Erfahrungsberichte finden, kann Mut machen und die eine oder andere Anregung und Hilfe geben.

Unvermeidbar ist die Einschaltung des Jugendamtes im Fall einer Scheidung, wenn Kinder da sind.
Nicht selten wird da, insbesondere wenn die Trennung keine einvernehmliche und gütliche ist, von einem Partner das Thema SM als Keule eingeführt, mit deren Hilfe man sich gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht des anderen wendet oder ein Umgangsrecht verhindern will.

Entscheidend ist es, nun keine emotionale Auseinandersetzung über Für und Wider zu führen, sondern die Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen.
Unsere Anregungen, wie man SM anderen erklären kann, sollten dabei helfen.

Auf diese Weise kann man Vorurteilen auf Amtsseite ebenso wie beim ehemaligen Partner am besten begegnen, ebenso wie den in vielen Verfahren leider unvermeidlichen Versuchen eines Beteiligten oder beider Beteiligter, aus allem und jedem einen Vorwurf zu konstruieren.
Gekränktheit, Rachegefühle und manchmal sogar echter Hass gehen in der Regel zwar vorüber, sind jedoch gerade in der ersten Zeit starke Motoren, die sich um Wahrheit oder Fairness wenig scheren und damit unglaublichen Schaden anrichten können.
So schwer sie fällt, ist ruhige Überlegung dagegen die beste Waffe.

Natürlich gibt es andere Fälle, in die das Jugendamt involviert ist, etwa in Zusammenhang mit dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs. Erste Tipps und Hinweise kann hier dieser Ratgeber liefern.

Bitte wenden Sie sich, wenn es um Probleme mit dem Jugendamt in Zusammenhang mit SM gibt, an andere Stellen um Hilfe, beispielsweise an unsere Ansprechpartner, unter denen sich einige mit speziellen Erfahrungen und/oder spezieller Sachkenntnis in diesem Bereich befinden.