Wie sag ich's meinem Kinde? (Und anderen ...)

Ob wir freiwillig oder gezwungenermaßen hineingeraten sind, es gibt viele Situationen, in denen wir SM'ler versuchen müssen, unsere spezielle Neigung anderen in möglichst knappen Worten zu erklären, die entweder gar nichts darüber wissen, oder aber beeinflusst sind von den üblichen Vorurteilen gewalttätiger, lederbekleideter Peitschenschwinger.

Vor die Frage gestellt, was SM eigentlich ist, sehen wir uns ohnehin oft. Da entwickelt mit der Zeit jeder seine ganz individuelle Auffassung.
Noch einmal ein ganz anderes Problem ist es allerdings, sie anderen begreiflich zu machen - oder dies wenigstens zu versuchen.

Erklärungen gibt es viele – den Stein der Weisen wird man dabei so schnell nicht finden.

Eine große Hilfe ist der Datenschlag-Text "Sadomasochismus - Was ist das?". Er kann dafür sorgen, dass im eigenen Kopf mehr Klarheit herrscht. Allerdings wird unsere Umgebung kaum bereit sein, diesen Text zu lesen, um sich über uns zu informieren; er kann jedoch uns dabei unterstützen, unsere eigene individuelle Erklärung zu finden.

Sehr informativ ist auch der BDSM-Artikel bei Wikipedia.

Entscheidend ist im Zweifel eine kurze, bündige Formulierung – jede längere hat man womöglich nämlich nicht parat, wenn es darum geht, auf die Schnelle in einer angespannten Situation etwas dazu sagen zu müssen, z.B. wenn der Chef einen überraschend hereinruft, weil Kollegen geklatscht haben.
Außerdem hört einer längeren nicht jeder Gesprächspartner zu; und man selbst kann Details auch viel besser auswählen und darlegen, wenn man bereits einmal eine erste Reaktion des Gegenübers als Anhaltspunkt hat.

Es ist ungeheuer nützlich, eine solche Definition immer parat zu haben.

Man weiß vorher nie, wann und in welcher Situation es sinnvoll oder sogar unvermeidbar ist, sich zu SM zu äußern.
Und vor allem wissen wir nicht, wie viel Ruhe und Zeit zum Nachdenken wir in dieser Situation haben.

Deshalb ist es wichtig, dass sich jemand vorher, bevor womöglich eine Krise da ist, eine knappe, sachliche Formulierung überlegt, damit er notfalls in überraschenden und unter Umständen emotional sehr belastenden Gesprächen darauf zurückgreifen kann.

Wir wollen dabei Unterstützung leisten. Als Denkanstoß und Formulierungshilfe werden wir viele verschiedene Erklärungen veröffentlichen, die SM'ler sich überlegt haben.

Bitte senden Sie uns auch Ihre Definition per Mail.
Sie bleiben selbstverständlich völlig anonym.

Zu den bisherigen Vorschlägen.